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Die 1912 von Hans Erlwein entworfene Wohnanlage Altpieschen 5–15 in Dresden – einst modernes Obdachlosenasyl – wurde 2003–2005 denkmalgerecht saniert und gilt als bedeutendes Zeugnis städtischer Sozialfürsorge.
Luftaufnahme eines historischen Wohnensembles mit denkmalgerechten Holzfenstern und Innenhof in Dresden

Erlweinhof, Dresden

Projektinformationen

Massnahme

Altbausanierung

Standort

Dresden, Deutschland

Projektdetails

Denkmalgerechte Holzfenster und Holzhaustüren

Für den zu den wichtigsten Zeugnissen der Sozialfürsorge in Dresden gehörende Gebäudekomplex

Denkmalgerechtes Holzfenster und historische Haustür an einem denkmalgeschützten Wohngebäude in Dresden

Auf dem Grundstück Nr. 9 (heute Altpieschen 5-15), welches früher zum sogenannten “Bischofsgut” gehörte, richtete die Stadt Dresden 1912 ein Asyl für Obdachlose ein. Die aus mehreren Gebäuden bestehende Wohnanlage galt zum Zeitpunkt ihrer Erbauung als eine der modernsten in Deutschland und besaß Räume für 59 obdachlose Familien sowie für 110 alleinstehende Männer. Die Planung oblag dem Dresdner Stadtbaurat Hans Erlwein.

Innenhof eines historischen Wohnensembles mit denkmalgerechten Holzfenstern in Dresden

Die Wohnungen bestanden aus zwei Zimmern und waren jeweils mit einem Herd ausgestattet. Waschbecken und Toiletten gab es im Treppenhaus. Außerdem gab es im Innenhof einen als Treffpunkt für Kinder gedachten “Spielpavillon” sowie ein Brausebad.

Da die Wohnanlage schon bald ausgelastet war, machten sich bereits 1915 Erweiterungen erforderlich, die nach Erlweins Tod das Dresdner Architektenbüro Hirschmann übernahm. Leider brannte der Spielpavillon in den Zwanziger Jahren ab und wurde nicht wieder aufgebaut. Dennoch wurde das Obdachlosenasyl ab 1926 verstärkt zur Unterbringung kinderreicher Familien genutzt, um zumindest die größte Not der Betroffenen zu lindern (Foto um 1930). Nach 1945 wurden die Räume zu Wohnzwecken genutzt.

Historisches Wohnensemble mit denkmalgerechten Holzfenstern und begrünter Innenhofanlage in Dresden

Der zu den wichtigen Zeugnissen der Sozialfürsorge in Dresden gehörende Gebäudekomplex wurde 2003/05 saniert und beherbergt heute Mietwohnungen unterschiedlicher Größe. Im Innenhof wurde eine Plastik aufgestellt, die einen Fleischer mit einem Schwein zeigt und aus dem ebenfalls von Erlwein entworfenen Dresdner Schlachthof stammt.


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